Die Geschichte der königlichen Kur

2011 hieß es: Frankenbergs Königin der Instrumente – die EULE-Orgel in der St. Aegidienkirche – verlangt nach grundlegender Sanierung und bittet um Unterstützung durch das städtische Volk.

Frankenbergs Königin der Instrumente war schwer in die Jahre gekommen. 1875 geboren und 1930 gekrönt, war sie mittlerweile sehr altersschwach und kaum noch in der Lage, ihren musikalischen Diensten würdevoll nachzukommen. Im Hofstaat rumorte es gewaltig und die Stimmung war schlecht! Die bedeutendsten Fürsten – die Prinzipale mit ihren ständig gefragten und machtvollen Klängen – verweigerten den Dienst. Der Königin glanzvolles Schloss war marode und der Holzwurm hauste schrecklich darin. Zudem waren die Beziehungen im Hofstaat, der schnelle und reibungslose Austausch ernster Töne und Dissonanzen, wahrlich kein Grund mehr zur Freude!

Das musste sich ändern! So wurde durch herrschaftliches Dekret beschlossen, die Königin samt ihrem Hofstaat und allen niederen Bediensteten einer grundlegenden innerlichen und äußerlichen Heilung zu unterziehen. Der angesehene Leibarzt Dr. Markus Voigt wurde beauftragt, sich im Kurort Bad Liebenwerda diesem gewaltigen Unterfangen zu stellen.

Anno 2012 erwartete das Frankenberger Volk den Beginn und die ersten Ergebnisse der ärztlichen Behandlung, welche über 100.000 Taler kosten würde. Um die Heilung voranzutreiben, rief die Königin alle Bürgerinnen und Bürger, alle benachbarten Völker und alle Besucher aus fremden Ländern auf, dieses großartige Vorhaben zu unterstützen. Nur durch der Bürgerinnen und Bürger güldenen Schätze, ihre kostbaren Wertpapiere und durch ihre rege Anteilnahme am hoheitlichen Geschehen, wird die Königin auch noch in späten Tagen verkünden können: „…und wenn sie nicht gestorben ist, dann spielet sie noch heute: Gott zur Ehre und den Menschen zur Freude!“

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